Christoph gegen Zander und Jens gegen Hübner hatten klar die Nase vorn und sorgten für einen beruhigenden 4:1 Vorsprung. Dabei kam ja jetzt erst unser Prunkstück, das mittlere Paarkreuz mit Patrick und Granne. Und die beiden wurden ihrer Favoritenrolle gegen Meier und Barkow vollauf gerecht, womit wir beim 6:1 eigentlich schon durch waren. Maik hatte zwar gegen den jungen Marcel Andree kein wirkliches Rezept, doch Bernie Ziegler holte gegen Felsch nach 1:2 Satzrückstand Punkt Nummer Sieben. Zwei umkämpfte Spiele gab es dann noch einmal im oberen Paarkreuz – leider beide mit dem schlechteren Ende für uns. Jens hatte mit 2:3 gegen den klug spielenden Zander das Nachsehen und Christoph verschenkte zwei der drei verlorenen Sätze gegen Hübner. Ganz so schlimm fanden das Patrick und Granne sicher nicht, denn dadurch durften beide nochmal ran und – wer hätte daran gezweifelt – machten mit ihren erneuten Erfolgen den Sack für uns zu. Damit sind beide in der Rückrunde in der Mitte noch ungeschlagen! Am kommenden Samstag wird es gegen Ratingen mit Sicherheit ungleich schwerer, denn neben Granne fehlen voraussichtlich auch noch Jens und Wolle.Granne2

Zum Einspielen und Warmmachen offenbarte Stephan gleich nach wenigen Sekunden seine eigene Philosophie: “Hier bin ich als Dicker klar im Vorteil: Zwei Bälle gespielt und einmal gebückt und schon schwitze ich, also bin ich warm!” Den Frustkommentars seines Gegner: “Dein Sieg geht nur auf die Noppe!!” bestätigte er ihm sofort: “Dafür hab ich sie ja gekauft!”

Doppel: Während Peter und Brod deutlich eine offensive Schlacht nach Hause brachten, scheiterten Futz und Ali an ihrer eigenen extremen Fehlerquote und den scheinbar Wunder wirkenden Tipps des eigens eingeflogenen Langenberger Trainers. Markus und Martin gewannen auch ihr zweites Doppel nach gefühlten “3 Stunden” in sensationellen Aufholjagden gegen in diesem Fall sehr interessantes Langenberger Spielmaterial (aber keine Noppe ;D ).

Einzel: Neben Stephans “Lehrgang zur langen Noppe” mit zwei sehr satten Punkten, holten Brod (Oben) und Markus (Mitte) in jeweils ähnlich packenden und sehr sehenswerten Spielen jeweils einen Punkt. Martin spielte getreu seinem Motto (“Hauptsache fünf Sätze”) und gewann sein einziges Einzel am Ende schön knapp, während Ali bei seinen beiden deutlichen Siegen weiter auf Wolke 7 marschiert und eindeutig in seiner aktuellen Verfassung für das untere Paarkreuz viel zu stark ist – vor allem bei “Materialspielern”.

Alles in allem lauter knappe packende und meist auch hochklassige Spiele ( … für 1. Kreisklasse A bestimmt) gegen eine insgesamt wirklich sehr nette Langenberger Auswahl mit einer bärenstarken neuer Nummer 1 (aus Osteuropa gekauft?).

Nach den 4 Punkten aus 10 Spielen der Hinrunde nun schon 5 Punkte aus den ersten 3 der Rückrunde. Und nach langer Zeit sogar wieder auf einem Nichtabstiegsplatz vor ETB Wuppertal. Ach ja, genau das sind unsere nächsten Gegner und da haben wir nach dem Hinrunden-Desaster noch eine fette Rechnung offen! Am kommenden Freitag gehts um die viel zitierten 4 Punkte …

In den Doppeln kamen wir zunächst gut aus den Startlöchern. Granne und Christoph konnten gegen das 2er Doppel Springmann/Klein St. mit 3:0 überzeugen. Hinzu kam ein souveräner Sieg von Patrick und Jens gegen das gegnerische Spitzendoppel (Kaib/Wege). Wir gingen mit 2:0 in Führung. Die Ronsdorfer wurden nervös. Nach gutem Start mussten Bernie und Wolle dann gegen Klein, J. und Dahlhaus gratulieren. 2:1 aus den Doppeln –damit konnten wir leben.

Der ein oder andere Fachmann oder Pessimist unkte schon im Vorfeld, dass es im vorderen Paarkreuz schwer werden sollte. Er behielt leider recht. An diesem Abend konnten Christoph und Jens leider nicht überzeugen und mussten beide gegen Springmann deutlich, gegen Wege etwas knapper gratulieren. Oben also 0:4, was in der Regel schwierig zu kompensieren ist.

 

Patrick konnte an diesem Abend nach anfänglichen Startproblemen alle überzeugen

 

Aber wir haben ja ein qualitativ hochwertiges mittleres Paarkreuz. Patrick konnte an diesem Abend nach anfänglichen Startproblemen alle überzeugen und hielt sowohl Kaib, wie auch Klein, J. mit jeweils 3:1 in Schach. Grannes Punkte waren im Vorfeld bei den Fachstatistikern fest eingeplant, was ihm mit 3:1 und 3:2 am Ende auch gelingen sollte. Die Katastrophe im vorderen Paarkreuz geriet dadurch etwas in Vergessenheit.

Jetzt kam es auf das untere Paarkreuz an. Im ersten Durchgang kam es hier zu einem kleinen Eklat. Nach schweren Start lag Wolle, gegen Klein, St. schnell mit 0:2 Sätzen hinten. Nach viel Kampf und immer wieder anfeuernden Beifall der TTC Anhängerschaft kam Wolle in ziemlich knappen Sätzen auf ein 2:2 heran. Nach dem 4. Satz schenkte dann der Spieler Klein überraschend das Spiel ab. Dies sorgte bei den meisten Anwesenden für eine gewisse Verwunderung, da der Grund keine Verletzung zu sein schien.

Bernie lieferte sich am Nachbartisch 5 knappe Sätze gegen Dahlhaus, mit dem besseren Ende für das Ronsdorfer Nachwuchstalent. Auch im 2. Einzel konnte Dahlhaus nicht von Wolle – trotz 2:1 Führung – bezwungen werden. Dafür brachte uns Bernie gegen Klein in 4. Sätzen wieder in Führung. Diesmal wurde das Spiel aber bis zum Ende gebracht.

…tolle Unterstützung der Zuschauer, die aus der Birkenhöhe eine kleine Festung gemacht haben

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Im Schlussdoppel konnten Granne und Christoph dann mit 3:0 einen recht klaren Sieg herausspielen. Aus unserer Sicht war der Sieg nicht unverdient an diesem Abend und wird noch nen Moment im Köpfchen hängen bleiben. Ausschlaggebend für den Sieg war diesmal sicherlich unser mittleres Paarkreuz, die guten Doppel und die tolle Unterstützung der Zuschauer, die aus der Birkenhöhe eine kleine Festung gemacht haben. Das nächste Spiel findet diesmal auswärts schon am kommenden Freitag gegen Germania Wuppertal III statt.

Nett wie wir sind, haben wir bzgl. der Verlegungswünschen unseres kommenden Gegners eine Lösung gefunden…,-)

 

Hatten die beiden aber in dem 3.Satz sicher nicht. Das passiert schonmal im Tischtennis! Für uns schade im Abstiegskampf, doch die Truppe zeigt aktuell wieder richtig Leben und kann es auf jeden Fall noch schaffen die Klasse zu halten. Auf gehts Jungens – nach Langenberg!

Doch das Geraderücken der wahren Machtverhältnisse im Verein war nur ein Aspekt an diesem Abend. Ganz nebenbei wurde auch noch ein Rekord in der Geschichte des Tischtennis aufgestellt. Und so nahm das Heil seinen Lauf:

Bevor es zum Austausch von Nettigkeiten bei der Begrüßung kommen konnte, verstrich viel Zeit, so dass ein pünktlicher Beginn ausgeschlossen war. Dies lag nicht nur am üblichen Zuspätkommen eines gewissen Focus-Piloten, sondern auch an dem kurzfristig einberufenen Doppeldiskussionsdiskurs der Dritten, der nach gefühlt einer halben Stunde die überraschende Erkenntnis brachte, die Doppelpaarung von 1-6 aufzustellen. Da war’n wir aber baff. Junge, Junge…

Immerhin hatte diese taktische Meisterleistung des Gegners den gewünschten Effekt, nicht schon nach den Eingangsdoppeln aussichtslos mit 0:3 zurückzuliegen. Apropos Taktik. Die Dritte hatte sich an diesem Abend eine besondere Strategie bei der Aufstellung zurechtgelegt, um uns niederzukämpfen. Da waren wir schon wieder baff. Doch schnell sollte sich herausstellen, dass es sich dabei statt um einen Kniffs mehr um einen Griff ins Klo handeln sollte. So kam es zum ersten Mal in dieser Saison dazu, dass uns ein Tag mit durchschnittlicher Leistung zu einem niemals gefährdeten, in dieser Höhe völlig verdienten, ruhmreichen Kantersieg führen würde.

Ein schöneres Geschenk hätte sich ein Teammitglied der Vierten zu seinem Ehrentage nicht vorstellen können. Doch außer der spielerischen Überlegenheit gab es einen weiteren Grund für die Demontage. Auch die mit allen Wassern gewaschene Vierte  hatte vor der Partie tief in die Trickkiste gegriffen: Der Schachzug des buchstäblichen Anfütterns sollte ein voller Erfolg werden. Anstatt das eigene Team zu unterstützen, verhedderte sich die Dritte in einem Netz voller Lakritz und Baguette. Kauen statt Klatschen war die Devise. Man muss einen Gegner eben auch abseits der Platte lesen können.

Das i-Tüpfelchen auf einen rundum gelungenen Abend setzte die Begegnung im unteren paarkreuz, die der Heimmannschaft einen Kasten Bier bescheren und dennoch die gute Laune des Spenders nicht trüben sollte. Was kann es schließlich genussvolleres geben, als eine 0:11-Packung mit einer 11:0-Rutsche zu kontern? Mit diesem Novum in der TT-Historie und dem Rückenwind aus dem wichtigsten Spiel des Jahres kann die Aufholjagd beginnen. Am liebsten schon heute Abend. Das Spiel wird im schwarz/weiß-Fernsehen zu Velbert übertragen.

 Am Donnerstagabend ist es soweit. Dann trifft um 20 Uhr im Hexenkessel Birkenhöhe die Vierte auf die Dritte. Nie war die Rollenverteilung vor einem Derby so klar verteilt wie in dieser Spielzeit. Doch der Pleitenserie und klaren Hinspielniederlage zum Trotz rechnen sich die Männer aus dem Tabellenkeller etwas aus. Frei nach dem Motto: Togesagte Boxer sind die gefährlichsten bzw. Angeschlagene leben länger (oder so ähnlich) will die tollkühne Charaktertruppe mit dem Rücken zur Wand und offenem Visier das Duell angehen und kämpfen bis zum Umfallen. Wäre doch gelacht, wenn man im Januar schon die Flinte ins Korn wärfe, schließlich sind die Sternensinger nicht der Osterhase.

In diesem Sinne, bis Donnerstag beim Paukenschlag im Theatre of Dreams. Restkarten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Der Rest muss mit sky Vorlieb nehmen…

 

Granne TT

Es waren zwar keine Tribünen ausgefahren und es waren auch keine Schiedsrichter anwesend, aber trotzdem war es eine tolle Atmosphäre in der großen Düsseldorfer Halle, auf rotem Boden und an blauen Tischen, eben dort, wo sonst auch die Erste um ihren Star Timo Boll ihre Bundesligaspiele austrägt. Auch die Zweitvertretung der Borussia und die Damen hatten ein Punktspiel, und mit zahlreichen Zuschauern wurde der Abend zu einem kleinen event. Dennoch wussten wir am Ende nicht so recht, ob wir uns nach dem 8:8 gegen die Dritte nun freuen oder ärgern sollten. Denn immerhin lagen wir zwischenzeitlich bedrohlich weit mit 4:7 im Rückstand und mussten schon mit dem Schlimmsten rechnen. Doch das Resümee fiel rückblickend dann trotz des Unentscheidens doch nicht so positiv aus, denn erstens trat die Reserve der Reserve von Timo Bolls Team in abstiegsverdächtiger Aufstellung an und zweitens hatte wohl niemand ein 0:4 im oberen Paarkreuz von Christoph und Patrick auf dem Plan. Dafür sprang dann das mittlere Paarkreuz ein. Granne war die Souveränität in Person, gab nur einen einzigen Satz im Einzel ab und blieb auch im Doppel mit Christoph ungeschlagen. Aber auch der an Position Vier aufgerückte Bernhard glänzte mit zwei Siegen. Bei Wolfgang platzte nach bereits guter Leistung im Doppel im Spiel gegen Carsten Schmidt so richtig der Knoten und mit einem seiner besten Spiele in den letzten Monaten bescherte er uns den 7:7 Ausgleich. Zwar ging Frank Persy an diesem Abend überraschend leer aus, doch das Schlussdoppel war dann nur noch Formsache. Gegen Ronsdorf haben wir noch genügend Luft nach oben, und mit unserer neuen Nummer Eins Jens wollen wir dem Favorit ein Bein stellen.

Wer da dachte, nach der unglaublich ernüchternden Hinrunde, die Fünfte sieche nur noch ihrem bitteren Ende entgegen, der wurde spätestens durch das Resultat beim Tabellenzweiten BW Solingen II eines Besseren belehrt.

Zwei Monate ohne jeden Punkt und mit 4 Unentschieden sieglos durch die Hinrunde geirrt, raffte sich die Fünfte beim 9:6 Kantersieg zu einer großartigen Leistung auf:
2 Punkte aus dem Doppel, 3 ungeschlagene Helden (Jörg, Brönk und Sacha) und für den 9. Gesamtpunkt  beendete unser Vizepräsi spontan dann auch mal seine kleine Minikrise. Die trainingseifrigen “Kloppo” Brod und “Kliensi” Peter mussten die Truppe zu dieser Höchstleistung mit all ihren Erfahrungen hetzen, treiben und motivieren; wodurch sie dann einfach zu erschöpft waren um selbst zu punkten … 

Natürlich soll nun das Feld von unten aufgerollt werden, zumal wir ja sofort auf einem Nichtabstiegsplatz durch das Wochenende jubeln konnten 😉

Weiter gehts am Freitag in Gruiten – übrigens gleich mal der Tabellenführer – na und?
Auf deren Aufstiegsambitionen können wir leider keine Rücksicht mehr nehmen …