1.He 2015

Der Trend der letzten Wochen setzt sich fort. Nach der bitteren Niederlage gegen Witten folgten bekanntlich zwei hauchdünne Siege in den Lokalderbys gegen den ASV Wuppertal und Fortuna Wuppertal. Nun stand eine weitere schwere Partie auswärts in Essen an. Die Essener Mannschaft MTG Horst ist eine kleine Wundertüte. Komplett würden sie in der Verbandsliga eine ordentliche Rolle spielen. So haben sie es zum Beispiel als einzige Mannschaft geschafft gegen Germania Wuppertal zu gewinnen. Wir waren also im Vorfeld gewarnt…..

In Essen angekommen machte sich beim Betreten der Halle jedoch leichte Euphorie breit. Essen sollte ohne das vordere Paarkreuz spielen. Auf diesem Wege gute Besserung an die fehlenden Akteure. Somit verschob sich die Favoritenrolle auf dem Papier zu unseren Gunsten. Die Essener sollten es uns aber nicht leicht machen. Schon in den Doppeln zeichnete sich ab, dass es trotz der Personalprobleme eine enge Kiste werden würde.

Granne und Christoph konnten gegen das gegnerische 1er Doppel mit Bernard und Engels zeitweise gut mithalten, musste aber die Überlegenheit anerkennen. Patrick und Marcel quälten sich durch 5 enge Sätze zum Sieg. Isi und Jens führten souverän gegen das Ersatz 3er Doppel , um dann noch unnötig in den 5. Satz zu gehen und auch dort nur mit 2 Points Unterschied zu gewinnen. Egal. Führung aus den Doppeln 2:1. Was dann passierte führte zu Sorgenmienen auf der Bank. Christoph gegen Stadie 0:3, Marcel gegen Bernard 0:3. In den Sätzen jeweils knapp, aber irgendwie reichte es nicht. Isi konnte gegen Engels dann auch nicht viel ausrichten und verlor mit 1:3. Zwischenstand nur noch 2:4. Patrick läutete dann die Wende ein mit einem souveränen 3:0 gegen Schneider. Unten dann 2 souveräne Siege, wobei man  sagen muss, dass die Punkte auch kommen mussten –da der Ersatz schon leistungstechnisch abfiel. Zwischenstand 5:4. Als oben dann sowohl Christoph als auch Marcel in umkämpften Partien ihre Spiele gewannen, stand es bereits 7:4 und man sah sich auf der Siegesstrasse. Im mittleren Paarkreuz lief aber heute nicht viel zusammen. Isi wehrte sich nach Kräften gegen Schneider verlor aber im fünften Satz und auch Patrick kämpfte sich gegen einen aktuell in guter Form spielenden Engels in den 5. Satz, welchen er am Ende mit 9:11 verlor.  Nur noch 7:6. Ins Schlussdoppel wollte man heute Abend nicht unbedingt. Engels + Bernard hinterließen einen guten Eindruck im Doppel. Unten musste also ran. Jens hatte gegen seinen Gegner ein kleines Traumata, da im Vorjahr eine Niederlage zu Buche stand und die kostete mächtig TTR Punkte und führte zu wochenlangen Spott seiner Mannschaftskollegen. Heute sollte es anders kommen. Granne und Jens blieben souverän und tüteten den 9:6 Sieg recht locker ein. Letztlich sicherlich glücklich und der Aufstellungsprobleme unseres Gegners geschuldet, aber die Rückserie haben wir insgesamt souverän beendet. Jetzt sind wir oben dran. In den Einzelbewertungen will ich mich kurz fassen, aber irgendwie gehört so ein Resümee ja zur Halbzeit dazu.

Christoph:  Die Bilanzen sprechen für sich und irgendwie spielt er seit Jahren vorne leicht Plus oder besser. Insgesamt ein stabiles Leistungsbild und weiterhin das Brett 1 beim TTC.

Marcel: Auch wenn er das vielleicht anders sieht, aber ich vergleiche es mal mit der Vorsaison und die verlief ähnlich bei ihm. Knapp im Minus und das ist für ein Brett 2 völlig o.k. Immer in der Lage auch mal 2 Points zu machen. Mit Patrick ein gutes 1er Doppel. Das Jammern ist nicht notwendig. Wir würden es vorne nicht besser hinkriegen.

Patrick: Schwach gestartet im ersten Spiel, danach souveräner Verlauf und konstante im Team. Am Ende wieder etwas am schwächeln. Insgesamt kann man ihn als Leistungsträger sehen, aber ich hätte gedacht er knackt mehr von den Top 5 in seinem Paarkreuz (und er dachte das auch -wette ich).

Isi: Insgesamt guter Einstand. Bilanz vielleicht ne Ecke unter seinen Erwartungen. Durch die Spiele die er ausgesetzt hat, fehlte er auch gegen den ein oder anderen leichteren Gegner, wo er hätte Points sammeln können. In der RR voraussichtlich im unteren PK.

Jens: Schwer über sich selbst zu schreiben. Dachte immer je länger man spielt, desto mehr Routine bekommt man und abgezockter wird man im Spiel. Trifft offensichtlich nicht auf jeden zu, sonst hätte ich das ein oder andere 5. Satzspiel vielleicht doch gewonnen. Bilanz aber soweit vertretbar und zumindest noch so gut, dass ich in der RR wieder Mitte spielen werde.

Granne: In meinen Augen klare Steigerung zur Vorsaison. Verletzung auskuriert und ordentliche Bilanz unten. Könnte auch wieder ein Paarkreuz höher spielen. In den Doppeln jedoch ungewohnt erfolglos.

Auch beim Spiel gegen SW Velbert musste die 2. Herrenmannschaft wieder auf Ersatz der 3. Mannschaft setzen. Schon vor Wochen hatte Maik mitgeteilt, dass er an diesem Spieltag ein Feuerwerk entfachen würden. Nur leider nicht für uns. Kurzfristig schied dann auch noch Wolfgang aus, der sich anscheinend beim Verfassen von Whatsapp Nachrichten den Rücken verzogen hatte und mit einer Kollegin aus seinem Hexenzirkel den Schuss teilte.
So waren wir gezwungen, wieder mit einem zweiten Ersatzspieler zu starten. Dankenswerter Weise stellte sich Martin “Herbi” Erbler zur Verfügung. Jürgen Hotho hatte schon vor Wochen zugesagt.
Zum Spiel:
Mit der neuen Doppelsortierung konnten wir mit 2:1 in Führung gehen, wobei auch die Paarung Schneider / Erbler durchaus Chancen hatte, das Spiel zu gewinnen.
Im oberen Paarkreuz zieht Frank gerade Doppelluft und gewann beide Spiele souverän, während Bernhard überraschend beide verlor. Allerdings knapp.
Die Mitte verdiente sich das Prädikat:”Super”. Mit 4:0 eine Bank.
Jürgen trug mit einem Sieg zum Gesamtsieg bei, wobei Herbi leider nach deutlicher Satzführung sein erstes Einzel nicht gewinnen konnte.
Jetzt ist erst mal Winterpause. In der Rückrunde werden wir versuchen, den zweiten Tabellenplatz weiter zu verteidigen.

Wir danken der dritten Mannschaft für ihre gute Unterstützung und wünschen Allen vorab ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr.

Autor: Peter

Hoppla, das ging aber schnell. Nach einer nicht nur gefühlten, sondern komplett durchgespielten Hinrunde ist es dem aus vielen Ex-Talenten zusammengestellten Team kurz vor Nikolaus gelungen den ersten Sieg einzufahren und sich in der Liga zu etablieren.

Nach dem mehr oder weniger zufälligen Aufstieg hatte die Saison eigentlich gar nicht so schlecht begonnen. Man verlor zwar, hatte aber irgendwie immer das Gefühl doch dran zu sein. Als dann aber im Spiel gegen Solingen Wald und Mettmann 4 etliche 5-Satz-Spiele, häufig in der Verlängerung verloren wurden, gegen Mettmann nach 6-3 Führung nämlich 6 hintereinander, da kamen erste Zweifel an der mentalen Stabilität der Truppe auf. Immer öfter hörte man den Satz “Ich hab heute Kopf”, ein im Tischtennis zwar weit verbreitetes Phänomen, aber eben nicht erfolgsfördernd. So gab es dann auch einige Gurkenspiele, die eher das Gefühl verbreiteten doch nicht dran, sondern eher fehl am Platze zu sein. Aber schon in der letzten Woche beim Spitzenreiter Tönisheide deutete sich an, dass doch mehr in der Mannschaft steckt. Ein Punkt wäre sicher verdient gewesen. Drei in der Verlängerung des fünften Satzes verlorene Spiele über die volle Distanz versemmelten jedoch die Überraschung. 

Aber dann war es am Freitag so weit. Ein hoch motiviertes Team verkürzte erst einmal die Einspielzeit für den früh angereisten Gast durch geschickt verzögertes Aufbauen erheblich, lies den Gegner durch arktische Hallentemperaturen nie warm werden, startete zum ersten Mal mit zwei gewonnen Doppeln ins Spiel und brachte dies dann durch großartige mannschaftliche Geschlossenheit (jeder machte mindestens einen Punkt) ins Häuschen. Matchwinner war eindeutig Ali, der an diesem Abend ungeschlagen blieb und auch noch durch hochwertiges Catering zu überzeugen wusste. Fazit des Abends: Gewinnen ist eben doch viel geiler. Würstchen und Bier schmecken dann doppelt gut. Die bleierne Schwere der Vorwochen wich heiterer Entspanntheit und so philosophierte man schon darüber, ob man trotz 2-18 Punkten nicht doch noch die Klasse halten könnte. Wie dem auch sei, Hauptsache es macht Spaß und wir können unserem einzigen Edelfan Franzi, die manchmal höher motiviert schien als so mancher Kellenschwinger, noch viele schöne Siege widmen. Auf geht’s Fünfte, hopp.

Gruß Harry